Master

Der M.A. Sonderpädagogik ist als konsekutiver Master konzipiert. Studierenden, die vorher einen anderen Schwerpunkt in ihrem Bachelorstudiengang hatten, wird empfohlen/die Möglichkeit geboten, die Vorlesung „Studienrichtung Sonderpädagogik“ des B.A. Studiengangs zu besuchen. Diese wird jedes Sommersemester i.d.R. montags von 10:00-12:00 Uhr angeboten und vermittelt allgemeine Grundlagen der Sonderpädagogik.

Nach den beiden erziehungswissenschaftlichen Modulen 1 und 2 beginnt der Schwerpunkt Sonderpädagogik mit der theoretischen Auseinandersetzung einer am Lebenslauf orientierten Sonderpädagogik (Modul 3 und 5). Das Seminar zu „Sonderpädagogik im Kindes- und Jugendalter“ setzt sich gezielt mit den sonderpädagogischen Leitprinzipien Inklusion und Integration auseinander und beschäftigt sich darüber hinaus mit spezifischen Behinderungsformen und Störungen der Entwicklungsphasen in Bezug zu den entsprechenden Interventionen und Institutionen. Im Zentrum des Seminars „Sonderpädagogik des Erwachsenenalters“ stehen Theorien, Institutionen und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung sowie deren Realitäten im Erwachsenenalter. Die „Sonderpädagogik des Alters“ beschäftigt sich mit den Entwicklungsaufgaben und spezifischen Anforderungen von älteren Menschen und erarbeitet unter pädagogischen Gesichtspunkten Handlungsoptionen und Konzepte, die für Leben und Lernen im Alter von zentraler Bedeutung sind.

Modul 3 setzt sich darüber hinaus in einem Seminar zu „Spezielle Fragen zur Sonderpädagogik im Lebensalter“ mit dem Ansatz der „Psychomotorik“ auseinander. Im Seminar werden spezielle Konzepte der Psychomotorik in Bezug auf die Lebensphasen der frühen Kindheit, der Kindheit und Jugend, des Erwachsenenalters und des Alters theoretisch und praktisch erarbeitet.

In Modul 4 steht die „Professionalität in der Sonderpädagogik“ im Zentrum. Hierzu wird ein Seminar zu „Spezieller Förderung“ angeboten, welches die Förderung der sprachlichen Entwicklung als Gegenstand hat. Das Seminar gibt einen Überblick über sprachliche Störungen unterschiedlicher Genese bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und geht vertiefend auf die unterschiedlichen Handlungsfelder der Sprach(heil)pädagogik ein. Darüber hinaus werden diagnostische Methoden sowie Förder- und Therapieansätze erarbeitet und reflektiert. Das Seminar „Bildung und geistige Behinderung“, welches ebenfalls im Modul 4 angeboten wird, setzt sich mit konkreten Bildungsbereichen und Lebensthemen von Menschen mit geistiger Behinderung auseinander.

In Modul 6 „Psychoanalytische Pädagogik“ beschäftigen sich die Studierenden in zwei Seminaren mit verschiedenen Aspekten der Psychoanalytischen Pädagogik (Grundbegriffe der Psychoanalyse und Psychoanalytischen Pädagogik, Objektbeziehungstheorien, Bindungstheorie, pädagogische und therapeutische Konzepte und Prozesse).

Modul 7 bietet die Gelegenheit, ein eigenes Forschungsprojekt allein oder in der Gruppe durchzuführen. In Begleitseminaren werden Forschungsdesign, Forschungsmethoden und Fragestellungen erarbeitet, diskutiert und empirisch umgesetzt. Im Rahmen eines Begleitseminars werden ebenfalls in diesem Modul psychoanalytische Grundkonzepte aus der Psychotherapie besprochen und reflektiert.

In Modul 8 steht der sonderpädagogische „Theorie-Praxis-Bezug“ im Zentrum. Dieses Modul besteht aus einem Praktikum und dem dazugehörigen Begleitseminar, welches dazu dient, die Praxiserfahrungen im Praktikum sowie entstandene Probleme und Fragen unter psychoanalytisch-pädagogischer Perspektive theoriegeleitet und kritisch zu reflektieren.

Modul 9 leitet das Anfertigen der Masterarbeit mit Hilfe individueller Beratung durch die begleitenden DozentInnen an. Die Abschlussprüfungen setzen sich dabei aus einer schriftlichen Masterarbeit sowie einer mündlichen Prüfung zusammen.